Programm

Änderungen sind nicht beabsichtigt aber vorbehalten! 

226. Veranstaltung, Sonntag, 19. September 2021, 12 und 16 Uhr

OFFENES PALAIS unterwegs

unter freiem Himmel im Garten des Kraszewski-Museums, Nordstraße 28, 01099 Dresden (Regenvariante im Saal mit beschränktem Platzkapazitäten)

Todweg, Kuhschwanz, Kannenhenkel  – eine musikalische Spätsommerfrische in sächsischen Jagdgründen.

Ensemble WIRBELEY feiert den Spätsommer (mit gebührendem Abstand/Ansitz), die Jagd und den Wald(rand). Es jubilieren Hörner, Viola, Akkordeon, Flöten und Trommeln nebst singender Säge.

Das Programm feiert während einer einmaligen Bespielung ein Areal des Dresdner Stadtgebietes, welches gemeinhin von OFFENES PALAIS nicht belebt wird, dessen Geschichte wenig bekannt ist, das aber als „Drey Stegen“ am historischen Prießnitzübergang des Bischofsweges Ausgangspunkt dreier uralter Heidewege (O, P, Q – in Baumrinde geschnittene Waldzeichen; bekannt als „Todweg“, „Kannenhenkel“ und „Kuhschwanz“) und Startpunkt für höfische Jagden war. 

„Drey Stegen“, ein ehemaliger Waldort, heute Standort des im Schweizer Stil erbauten Kraszewski-Museums, dient als Inspiration für ein lebensfrohes Programm unter freiem Himmel. Es richtet sich an breite Bevölkerungskreise und alle Altersgruppen. Die inhaltliche Bezugnahme auf viele Aspekte der Dresdner Heide und ihrer historischen Waldorte und Wege, die Jagd, mannigfaltige Formen der Lustbarkeit und die Jahreszeiten verspricht ein kurzweiliges Erlebnis. 

Im Programm eröffnet sich dem Publikum ein Füllhorn musikalischer Erzählungen – auf Paul Gerhardts „Geh aus, mein Herz und suche Freud“ folgt großes Trara, tönen die Jagdmelodien mit Hufgetrappel und Hörnerschall, erklingt ein Sommerkanon aus dem 12. Jahrhundert des alten Englands. Wir hören eine serbische Soirée bei sächsischen Siedlern, belauschen eine sprachbegabte Nachtigall auf mittelhochdeutsch. Ein Reigentänzter wirbelt seine Füße im 11/8-Takt und die Liebesgeschichte eines sächsischen Jagdtreibers mit einer schönen Lausitzerin geht gut aus.

Das Projekt „Todweg, Kuhschwanz, Kannenhenkel  – eine musikalische Spätsommerfrische in sächsischen Jagdgründen“ wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert. 


 

227. Veranstaltung: Sonntag, 26. September 2021, 16 und 19 Uhr

Kirche im Kanonenhof der Ev.-ref. Gemeinde zu Dresden, Brühlscher Garten 4, 01067 Dresden.

OFFENES PALAIS unterwegs

Wir widmen die beiden Sonderveranstaltungen am 26.September 2021 dem Gedenken an den Kunsthistoriker und sächsischen Landeskonservator Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Magirius, dem wir grundlegende Erkenntnisse, Impulse und viele Anregungen verdanken.

„Nun stärcke dich mein Hertz“Musik von Heinrich Schütz, Andreas Hammerschmidt u.a.

Maria Skiba – Sopran, Frank Pschichholz – Laute

Kurfürst Johann Georg I. und die Künste im Schatten des Dreißigjährigen Krieges

Kunstbetrachtung mit Marius Winzeler

Der sächsische Kurfürst Johann Georg I. (1585-1656) gehört zu den wenigen Herrschern Europas, die den gesamten Dreißigjährigen Krieg erlebt haben und dem es gelungen ist, trotz aller Greuel und Schrecken wegweisende Friedensinitiativen zu starten und die Kultur zu befördern und zu stärken. In der älteren Geschichtsschreibung hat er zu Unrecht keinen guten Ruf, dabei verdankte ihm Sachsen und Europa einiges. Nur schon der Umstand, dass der gleichaltrige Heinrich Schütz (1585-1672) den größten Teil seines Lebens in seinen Diensten stand und am Hof Johann Georgs I. die meisten seiner Kompositionen schrieb, sagt Einiges.

Unter diesem Kurfürsten erfuhr Sachsen mit den beiden Lausitzen die bedeutendste Landeserweiterung seiner Geschichte. Mit dem Prager Frieden von 1635 hatte Johann Georg I. schon 13 Jahre vor dem Westfälischen Frieden versucht, das Kriegsgeschehen zu beenden. Und in den Dresdener Sammlungen erinnern Meisterwerke der Textil- und Schatzkunst, Prunkwaffen und eindrückliche Porträts an die hohe Kultur, die trotz Krieg und wirtschaftlicher Nöte nicht aufgegeben wurde. Zahlreiche Bauwerke in Dresden, der Riesensaal des Residenzschlosses und die Hoflößnitz in Radebeul, die Georgenburg auf der Festung Königstein oder Johanngeorgenstadt erinnern an den Herrscher, der kaisertreu war, deshalb die ihm angetragene böhmische Königskrone ablehnte, sich für sein Land einsetzte, gerne feierte und kein großer Krieger war. Er liebte die Musik und war tief gläubig. Auf dem Sterbebett soll er mehrmals gesagt haben: „Meinen Jesum lass ich nicht.“

Unser Programm erinnert an seine Zeit und seine Person. Es lässt in der Musik existentielle Nöte und sinnliche Freuden einer Epoche anklingen, in der der Krieg dominierte. Johann Georg I. gelang es jedoch, dass Dresden nicht direkt davon betroffen war und im Schatten des Krieges mitunter glanzvolle Feste stattfinden konnten. Dies belegt auch die aktuelle Ausstellung „Bellum et Artes“ im Dresdener Residenzschloss mit kostbaren Exponaten aus den reichen Beständen der Staatlichen Kunstsammlungen Dreden und Leihgaben aus Wien, München, Prag, Stockholm u. a.

Marius Winzeler, Dr. phil.,wurde in der Schweiz geboren. Studium der Kunstgeschichte, Archäologie des Mittelalters und der Älteren Deutschen Literatur an der Universität Zürich, Promotion an der Technischen Universität Berlin. Denkmalpflegerische Tätigkeiten in der Schweiz und in Sachsen, Kurator der Ersten Sächsischen Landesausstellung und zahlreicher anderer Ausstellungen; Veranstalter von spartenübergreifenden Kulturveranstaltungen; Mitbegründer der Veranstaltungsreihe OFFENES PALAIS – MUSIK UND KUNST IM GROSSEN GARTEN. Lehraufträge; Reiseleitungen. Nach langjährigen Tätigkeiten im Kulturhistorischen Museum Görlitz und in den Städtischen Museen Zittau von 2016 bis 2021 Direktor der Sammlung Alter Meister der Nationalgalerie Prag. Veröffentlichungen zur Architektur-, Kunst- und Kulturgeschichte der Schweiz, Sachsens, der Oberlausitz und Böhmens vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Am 1. Oktober 2021 wird er Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Die Sopranistin Maria Skiba wuchs in Krakau (Polen) auf, wo sie ihr Studium der Kulturanthropologie an der Jagiellonen-Universität abgeschlossen hat. Sie ist außerdem Absolventin des Königlichen Konservatoriums in Den Haag, wo sie alte Gesangstechniken und Alte Musik studierte. Maria lebt seit vielen Jahren in Deutschland, wo sie im Bereich der alten und zeitgenössischen Musik tätig ist und mit vielen renommierten Ensembles und Dirigenten zusammenarbeitet sowie eigene musikalische und künstlerische Projekte entwickelt und leitet. Als Solistin ist sie auf Bühnen in ganz Europa, in den USA und in Japan aufgetreten. Seit 2005 ist sie zusammen mit Frank Pschichholz Mitbegründerin des Ensembles The Schoole of Night, mit dem sie die Musik von John Dowland, Themen der Alchemie, der Reformation und deutsche Continuo-Lieder erforscht. Sie hat eine Reihe von CDs aufgenommen und bei Radio- und Fernsehaufnahmen mitgewirkt. Zwei CDs mit Liedern von John Dowland (The Second Booke of Songs or Ayres und A Musicall Banquet) sind bereits bei The Schoole of Night erschienen.
Im Laufe der Jahre war die Künstlerin auch in der Wissenschaft tätig, nahm an Forschungsprojekten teil und widmet sich nun verstärkt der pädagogischen Arbeit. http://www.mariaskiba.eu

Frank Pschichholz, Lautenist und Gitarrist – spielt seit über zwanzig Jahren auf der Musikszene als Solist, Liedbegleiter, Ensemble – und Orchestermitglied. Nach musikalischer Ausbildung bei Jörg Rainer Gedan folgte das Gitarren- und Lautenstudium bei Prof. Klaus Hempel, Prof. Nigel North und Prof. Stephen Stubbs. Er unterrichte selbst an der Musikhochschule Leipzig und an der Musikakademie Wrocław. Sein musikalisches Leben besteht aus Musik der Renaissance und des Barock, klassischer Musik, Jazz, Blues und Rock. So umfasst das Instrumentarium Renaissancelauten, Barocklauten, Theorben, Barockgitarren, klassische und romantische Gitarren, Stahlsaiten- und E- Gitarren. Er gilt als einer der versiertesten Spieler auf der Barockgitarre und auf der Renaissancelaute. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist das musikalische Ausloten der Melancholie insbesondere in den Liedern von John Dowland. Neben der Alten Musik spielt Frank Pschichholz auch zeitgenössische Musik und schreibt eigene Songs zu Texten von John Donne oder William Shakespeare. Seine CD “Bon Voyage” ist eine Referenzaufnahme für Gitarrenmusik des frühen 17. Jahrhunderts. https://theschooleofnight.com/frank-pschichholz/


 

228. Veranstaltung: Freitag, 15. Oktober 2021, 14:30 und 19:30 Uhr

Palais Großer Garten, FESTSAAL

in Kooperation mit dem HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST

Bitte beachten Sie den begrenzten Platz für zwei Rollstühle im Festsaal! Voranmeldung bzw. Vorverkauf erbeten!

Singen ist besser als weinen. Barbara Strozzi (1619 – 1677): Musik einer fast vergessenen Komponistin. Werke von Barbara Strozzi, Giolamo Giovanni Kapsberger, Marco Faccoli und Girolamo Dalla Casa

Dorothee Mields und Hanna Zumsande – Sopran, Ensemble Hamburger Ratsmusik: Ulrich Wedemeier – Laute, Simone Eckert – Viola da gamba, Anke Dennert – Cembalo

Nach den umjubelten und beeindruckenden Konzerten am 8. Oktober 2019 freuen wir uns auf zwei weitere Konzerte mit Dorothee Mields – eine der führenden Interpretinnen für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und zuletzt in Dresden am 13. Februar 2021 mit der Sächsischen Staatskapelle aufgetreten – im Palais, diesmal mit einem Programm mit Werken von Barbara Strozzi, zusammen mit Hanna Zumsande und dem Ensemble Hamburger Ratsmusik. Wir sind glücklich über die Weiterführung der Kooperation mit dem HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST.

Der Venezianerin Barbara Strozzi gelang, was keine andere Frau im 17. Jahrhundert von sich behaupten konnte: Sie hat als Komponistin in einer Männerdomäne Karriere gemacht. Persönlichkeiten wie Claudio Monteverdi verkehrten in ihrem Elternhaus und auch ihr Privatleben verlief mit vier unehelichen Kindern unkonventionell. Strozzis überliefertes Schaffen besteht aus mehr als 125 Werken, in denen sie kompositorische Innovationen wagte, deren Kühnheit bis heute fasziniert.


 

229. Veranstaltung: Freitag, 12. November 2021, 14:30 und 19:30 Uhr, Palais Großer Garten, südl. Langsaal im EG

Die Jahre im ZooLesung mit Durs Grünbein

Kleine Hymnen – zeitgenössische musikalische Miniaturen

mit Durs Grünbein (Lesung), Anna Katharina Schumann und Thomas Friedlaender (Zinken, Hörner und Trompeten)

Die bereits zwei Mal pandemiebedingt verschobene Lesung steht in der Reihe einiger bereits im Rahmen von OFFENES PALAIS präsentierter zeitgenössischer Schriftsteller. Der Kosmopolit Durs Grünbein, der in Dresden aufgewachsen und mit der Stadt bis heute eng verbunden ist, gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern der Gegenwart. Sein Wort hat Gewicht. Es soll in einer eigens konzipierten musikalischen Lesung zu Gehör kommen, die in einer Reihe von literarischen Veranstaltungen steht, die das Profil der Veranstaltungsreihe OFFENES PALAIS bereits in der Vergangenheit geschärft haben. Nach den Auftritten von Thomas Rosenlöcher und Christian Lehnert wird das Publikum am 12. November 2021 den mehrfach ausgezeichneten Dichter Durs Grünbein erleben, mit Lesungen aus Werken, die in den letzten Jahren entstanden sind und veröffentlicht wurden. Der Titel „ Die Jahre im Zoo“ nimmt mehrdeutig  Bezug zu Dresden und ganz konkret auch zum Großen Garten. Von hier aus öffnet sich dann der Blick in die Weite, nicht nur ins Elbtal, sondern weit darüber hinaus. Dabei wird sich Durs Grünbein in erster Linie als faszinierend vielschichtiger Schriftsteller präsentieren, jedoch ausdrücklich nicht nur als politischer Mensch, wie er zuletzt nach dem Streitgespräch mit Uwe Tellkamp wahrgenommen worden ist.

Zur literarischen gesellt sich die musikalische Komponente des Programmes – auch wenn die Lesung von Durs Grünbein im Zentrum steht, so schaffen die Verzahnung mit instrumentalen Klängen und der räumliche Rahmen im Palais im Großen Garten eine einzigartige Atmosphäre. Anna Katharina Schumann und Thomas Friedlaender nennen ihre Musik „Kleine Hymnen“. Es sind kurze Miniaturen, welche die Lesung mit immer wieder anders gearteten Improvisationen gliedern und kommentieren – und dadurch Raum bieten zum Nachdenken und Innehalten. Mit ähnlichen Instrumenten, doch mit unterschiedlicher Tonsprache lassen sich die beiden Musiker aufeinander und auf die gelesenen Texte ein und laden ein zur geistigen Kontemplation.

Durs Grünbein wurde 1962 in Dresden geboren. Dichter, Essayautor, Librettist, Übersetzer. Lebt in Berlin und Rom. Studium der Theatergeschichte an der Humboldt Universität Berlin. Sein Werk wurde in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Büchner-Preis 1995, dem Nietzsche-Preis 2004, dem Pasolini-Preis Rom 2006, dem schwedischen Tranströmer-Preis 2012 und dem Zbigniew-Herbert-Preis für International Poetry 2020. Professor für Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf, Mitglied des Ordens Pour le mérite sowie mehrerer deutscher Akademien. Zuletzt erschienen im Suhrkamp Verlag Berlin Cyrano oder Die Rückkehr vom Mond. Gedichte, 2014; Die Jahre im Zoo. Prosa, 2015; Zündkerzen. Gedichte, 2017; Aus der Traum (Kartei). Aufsätze und Notate, 2019 und Jenseits der Literatur (Oxford Lectures), 2020.

Nach den beiden Veranstaltungen am 12.11. 2021 gibt es im Palais jeweils einen Büchertisch der Buchhandlung LeseZeichen mit der Möglichkeit zum Gespräch und Signieren.

Die Veranstaltungen am 12. November werden dankenswerterweise gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


 


Planung 2022

Im Februarund März 2022 veranstalten wir zwei Veranstaltungstage unter dem Titel OFFENES PALAIS unterwegs außerhalb des Palais Großer Garten:

Sonntag, 13. Februar 2022, OFFENES PALAIS unterwegs, Dreikönigskirche Dresden (Uhrzeit und weitere Details werden noch bekannt gegeben)

„Totentänze – Lieder von Liebe und Tod“

Zum Gedenktag der Bombardierung Dresdens unter Einbeziehung des Totentanz-Reliefs von 1534, u.a. von Viktor Ullmann (1898 – 1944) – 12 Stücke aus der Dichtung Rainer Maria Rilkes (1845 – 1926): DIE WEISE VON LIEBE UND TOD DES CORNETS CHRISTOPH RILKE

Martin Schmeding – Orgel, N.N – Gesang

Viktor Ullmann war ein österreichischer Komponist, Dirigent und Komponist. Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke ist offenbar das letzte von ihm im Konzentrationslager Theresienstadt skizzierte Werk. Anders als bei den aus den Klaviersonaten 5 und 7 erwachsenden zwei Sinfonien hatte Ullmann hier zunächst offenkundig an ein Orchester-Melodram gedacht, erst später erfolgte der Zusatz „für Sprecher und Orchester oder Klavier“. In dieser Form ist das Werk offenbar mehrmals in Theresienstadt aufgeführt worden. Lediglich das erste Musikstück hat Ullmann selbst orchestriert, die Grundzüge der Orchestration in dem nur schwer entzifferbaren Manuskript jedoch ausführlich eingetragen. 

Aus der Prosadichtung von Rainer Maria Rilke wählte Ullmann in sensibler Verknappung der Handlung 12 Abschnitte. Bis auf die Eliminierung einiger ohne die Rahmenhandlung unverständlicher, sich auf die Rosenblatt-Episode beziehender Sätze sind die übernommenen Texte ungekürzt. Nach einer Anweisung Ullmanns im Autograph gibt die angegebene Textverteilung über den Noten nur das „ungefähre Zusammentreffen“ wieder.

Sonnabend, 5. März 2022, OFFENES PALAIS unterwegs in der Loschwitzer Kirche

„Von Herzens-Trost und Seelen-Heil“

Psalmvertonungen und Kantaten aus Mitteldeutschland u.a. von Johann Schelle, David Pohle, Johann Kuhnau und Gottfried Heinrich Stölzel

David Erler – Konzept und Gesang (Altus), vier Streicher (zwei Geigen + zwei Gamben) und B.c. mit Fagott, Laute und Streichbass, Sebastian Knebel – Orgel und Leitung

weitere Planungen 2022:
 

Mit der Parkbahn nach Palermo – OFFENES PALAIS unterwegs im Großen Garten

Noemi la Terra – Gesang; Ensemble WIRBELEY: Anna Katharina, Cornelia und Georg Arthur Schumann, Eike Geier-Tautenhahn und Michael Sapp – Akkordeon, Flügelhorn, Waldhorn, Trompete, Stiller Zink, Blockflöten, Schalmei, Perkussion, Gesang

„Das Ensemble WIRBELEY lädt ein in den Großen Garten zu einem Rendezvous mit der temperamentvollen deutsch-sizilianischen Sängerin NOEMI LA TERRA. Wir laden ein zu zwei Konzerten unter freiem Himmel“ – so wurde es auf diesen Seiten für den 13. Mai 2021 angekündigt. Das Programm konnte nicht realisiert werden – wir bemühen uns um einen Ersatztermin.

NOEMI LA TERRA sang bereits 2009 zur 100. Veranstaltung der Reihe OFFENES PALAIS . Sie wuchs in Deutschland auf, entstammt einer sizilianischen Familie und studierte nach dem Abitur u. a. Jazzgesang an der Dresdner Musikhochschule bei Céline Rudolph und Alte Musik bei Ludger Rémy, gefolgt von einem Masterstudiengang an der Folkwang Universität in Essen mit „Musik des Mittelalters“. Zahlreiche Meisterkurse, u. a. bei Benjamin Bagby, Anne Azéma, Monica Mauch und Marco Beasley ergänzten ihr Studium. Noemi sammelte Erfahrungen im Bereich von Gospel, Neuer Musik, Improvisation, traditioneller süditalienischer und arabischer Musik sowie als Mezzosopran in der Alten Musik mit ihren eigenen Projekten und bei renommierten Ensembles wie „Sarband“ (Ltg. Vladimir Ivanoff) und „Ars Choralis Coeln“ (Ltg. Maria Jonas). Zahlreiche Gastspiele führten Noemi La Terra durch Deutschland, Europa bis nach China und New York. 2014 CD-Veröffentlichung der CD „La voce della Passione“ (Raumklang). Projekte und Programme: „Donnafugata“ (Alte Musik), „Zágara“ (Jazz und sizilianische Folklore), „Canti del mare e della terra“ (Sizilianische Weisen und Geschichten), Auftritte als Cantastorie (Geschichtensängerin mit Liedern der Trobadors und Laude aus Florenz und Cortona). 2017 Gründung der Frauenschola „Cantica Sibyllarum“ (mit „Musik auf dem Weg nach Compostela“ und Stücken von Hildegard von Bingen).


 

„Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ – barocke Programmmusik aus Österreich, Deutschland und Italien von Johann Jakob Walter, Marco Uccellini, Johann Heinrich Schmelzer u.a.

Chursächsische Capelle Leipzig: Anne Schumann und Dorothea Vogel – Barockviolinen, Klaus Voigt – Viola da Spalla, Petra Burmann – Gitarre/Theorbe

Das nachfolgend beschriebene Programm wurde auf diesen Seiten für den 16. Mai 2021 angekündigt. Das Programm konnte nicht realisiert werden – wir bemühen uns um einen Ersatztermin: „Der Frühling lockt die Chursächsische Capelle Leipzig in den Großen Garten. Wir laden ein unter freiem Himmel im Freiluftpuppentheater Sonnenhäusel in den vorhandenen Bankreihen Platz zu nehmen – denn wo könnte es schöner für dieses musikalische Treffen sein als am Sonnenhäusel im Park? Doch Vorsicht, das alte Sprichwort sagt: Kräht der Gockel auf dem Mist, so ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie’s ist! Das Publikum sollte sich für alle Wetterlagen wappnen (Der Hahn wird bestimmt zu hören sein!). Wetterbedingt wird deshalb freundlich um eigene Regencapes (statt Regenschirmen) und eigene Sitzkissen gebeten. Das Ensemble tritt in einen Wettstreit mit der zwitschernden Vogelschar, die im Mai im Großen Garten ihre lustigen Lieder anstimmt. Dabei treffen sich die besten Geiger aus Europa: Allen voran der Virtuose Johann Jakob Walter aus Dresden, des Weiteren der einfallsreiche Johann Heinrich Schmelzer aus Österreich und außerdem der feurige Marco Uccellini aus Italien, selbst den Namen der Vögelchen tragend – Uccellini…“

Die Chursächsische Capelle Leipzig gründete sich 1994, um auf historischen Instrumenten hauptsächlich vergessene Werke der Barockmusik aufzuführen. Im Stile der alten Hofkapellen wechselt das Ensemble je nach Programm die Besetzung. Hauptwirkungsstätte der Capelle ist das Schloß Schönefeld in Leipzig. Dort stellt das Ensemble im Rahmen der „Schönefeld Schloßkonzerte“ dem Publikum ausgewählte Programme vor. Höhepunkt bildet dabei das alljährliche Sommerfest, wo draußen um das Schloss herum musiziert und gefeiert wird. Die Chursächsische Capelle Leipzig ist regelmäßig im Bosehaus Leipzig, im Händelhaus Halle/S. und bereits mehrfach in der Reihe OFFENES PALAIS zu Gast gewesen. Auch zählen Konzerte beim MDR-Musiksommer, beim Bachfest Leipzig, dem Uckermärkischen Msuiksommer oder bei den Magdeburger Sonntagsmusiken zum Konzertkalender des Ensembles. Seit 1996 nahm die Chursächsische Capelle Leipzig viele CD auf, beginnend mit Ludger Rémy die CD „Kammermusik der Bach-Familie“ und u.a. eine Aufnahme mit Thüringer Kantaten. www.barockmusik-in-leipzig.de


 

»Luce« – Werke aus dem Carlo G. Manuskript sowie von Georg Friedrich Händel, Franz Schubert und Eva Sindichakis

Franz Vitzthum – Countertenor, Johanna Seitz – Harfe, Elisabeth Seitz – Psalterio

Nicht umsonst prägen das Licht (ital. »Luce«) und seine vielfältigen Symbole seit jeher die Kulturgeschichte des Menschen – denn Leben ohne Licht ist undenkbar. Das Thema Licht ist von zentraler Bedeutung in Wissenschaft, Philosophie, Kunst und Religion; es ist auch und bis heute eine Quelle der Inspiration für Komponisten aller Stilepochen und Kontinente. Der Countertenor Franz Vitzthum hat zusammen mit den in der Alten-Musik-Szene heiß begehrten Schwestern Elisabeth und Johanna Seitz epochen- und genreübergreifend Werke für eine »erhellende« Stunde zusammengestellt. Für seine glockenreine Stimme wird Vitzthum weithin enthusiastisch gefeiert – sicher auch im Palais Großer Garten!