Nutzungsdiskussion

Höchster Schutzstatus

Das Palais Großer Garten genießt höchsten Schutzstatus.

Unsere Erfahrungen

Als im Jahr 2000 Pläne bekannt wurden, die großen Räume des Palais im Großen Garten für Museumszwecke zu zerteilen, setzten wir spontan unsere Idee in die Tat um, diese stattdessen spartenübergreifend für kulturelle Zwecke zu öffnen. OFFENES PALAIS war gegründet und fand von Beginn an in allen Räumen des Palais statt. Wir verweisen mit über 220 doppelten Veranstaltungen innerhalb von 20 Jahren auf unsere künstlerischen und logistischen Erfahrungen – niemand sonst kennt das Palais Großer Garten aus der Nutzungsperspektive heraus so genau wie wir.

Mittelhalle im Erdgeschoß: stimmungsvolles Gewölbe, barocke Sandsteinfiguren und Bestuhlung mit Abständen unter Pandemiebedingungen 2020.
Südlicher Langsaal im Erdgeschoß mit geschlossenen Fensterläden zur 59. Veranstaltung am 11. Oktober 2005.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Unserer Meinung nach sollte die angestrebte denkmalpflegerische Wiederherstellung des Festsaales auf der Grundlage der bauarchäologischen Forschungen mit Zurückhaltung und hochsensibel eine „edle“, denkmalgerechte Fassung zum Ziel haben, wodurch der festliche Charakter des Saales wieder erlebbar ist, zugleich die überkommenen Wunden des Krieges sichtbar bleiben und zudem die Möglichkeiten einer angemessen wirtschaftliche Nutzung miteinander versöhnt sind.

Die Vielfalt des Baus zeigt sich nicht nur an der prachtvollen Fassade und in der Festsaaletage sondern auch im Erdgeschoss, in welchem die Veranstaltungsreihe überwiegend stattfindet: Zwei sich herrlich zum Garten öffnende Langsäle auf der Nord- und Südseite (110 qm) mit jeweils rechts und links seitlich angeordneten Eckkabinetten sind durch die sogenannte Mittelhalle (320 qm) verbunden, die sich in ihrem Erscheinungsbild und ihrer „sakralen“ Akustik von den anderen Räumen grundsätzlich unterscheidet. Die stimmungsvollen Raumfolgen bieten somit vielfältige und flexible Nutzungsmöglichkeiten. Dies stellte sich besonders während der Corona-Pandemie eindrucksvoll als enormer Vorteil für die Wiederaufnahme und Weiterbetrieb der Reihe heraus.

Festsaal im Obergeschoß, Blick nach Süden, Oktober 2020.

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