Unterwegs

Das bewährte Konzept soll neben Veranstaltungen im Palais von 2020 an aus seinem Zentrum und Ausgangspunkt im Großen Garten gelegentlich auch in andere besondere Orte im Dresdner Stadtgebiet und an die Ränder ausstrahlen um die Reihe nachhaltig weiter zu entwickeln. „OFFENES PALAIS unterwegs“ soll die Dependance der Reihe in diesen Fällen künftig heißen: Das Projekt entwickelt sich, ist unterwegs  – zukünftig vielleicht in folgenden Jahren noch an weiteren besonderen Orten Dresdens, die es zu entdecken gilt…

Dabei rückt als entsprechender authentischer Ort nach dem ersten profanen Barockbau Sachsens im Jahr 2020 zuerst die älteste erhaltene Kirche Dresdens ins Visier: die Christophorus-Kirche in Dresden-Wilschdorf, deren Ursprünge ins 13. Jahrhundert zurückgehen und deren stimmungsvoller Innenraum sich durch gotische Wandmalereien, einen Spätrenaissancealtar und die das älteste erhaltene Dresdner Glockengeläut auszeichnet. Die erste Veranstaltung in Wilschdorf fand am 7. März 2020 außerordentlich große Publikumsresonanz. Wir wollen unsere Erfahrungen nutzen um das Format zu optimieren und gewisse Anfangsschwierigkeiten zu verbessern. Am 12. September geht es weiter.

OFFENES PALAIS unterwegs

Sonnabend, 12. September 2020, 15 Uhr

unter freiem Himmel im Kirchhof der

Christophorus-Kirche Dresden-Wilschdorf

Die Christophoruskirche zu Dresden-Wilschdorf wurde und wird unter dem Titel „OFFENES PALAIS unterwegs“ Bühne für zwei speziell zugeschnittene Kulturveranstaltungen am 7. März und 12. September 2020. Das Projekt soll die kulturelle Identität und Heimatverbundenheit vor Ort befördern und zugleich auf ganz Dresden ausstrahlen. Ihre einzigartigen mittelalterlichen Glocken und wertvollen Wandmalereien sowie die Ausstattung soll spartenübergreifend mit inhaltlich darauf abgestimmten Konzerten in internationaler Besetzung, mit Kunstbetrachtung, durch Präsentation und Besichtigung heiterer präsentiert werden. 

ABLAUF:

  • individuelle Anreise mit Bus 81 ab 14:33 Uhr, Bahnhof Neustadt, Schlesischer Platz – bis Haltestelle Reineckeweg

  • 15 Uhr im Kirchhof der Christophorus-Kirche 

Präsentation des ältesten mittelalterlichen Glockengeläutes in Dresdens Stadtgebiet

mit Kirchvorsteher Ricardo Hähnel

Das Glockengeläut der Christophorus-Kirche zu Dresden-Wilschdorf ist eines der ältesten erhalten Geläute in Dresdens Stadtgebiet und darüber hinaus. Die kleine Glocke stammt von 1250, die mittlere Glocke ruft seit ca. 1400 zum Gebet und die große Glocke erklingt seit dem 15. Jahrhundert. Das Publikum steht nach dem Eintritt durch den romantischen Torbogen des Kirchhofes im Schatten der eindrücklichen alten Kastanie. Nacheinander werden die Glocken einzeln und abschließend noch einmal im Gesamtklang in Schwingungen versetzt. Der ausgewiesene Kenner des Geläutes, Kirchvorsteher Ricardo Hähnel, wird die Präsentation moderieren.

„Sei nun wieder zufrieden meine Seele“

Konzert mit Werken aus Mittelalter, Renaissance und Frühbarock, u.a. aus dem Buxheimer Orgelbuch, von Johann Walter, Hans Leo Haßler, Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein und Andreas Hammerschmidt

Stefan Kunath – Alt und Jan Katzschke – Orgel

Die Musik unseres Programmes umfaßt drei verschiedene Stilbereiche. Einstimmige Gesänge wurden im Spätmittelalter zunehmend mehrstimmig gesetzt. Die überlieferte Musik bis zur Reformationszeit orientiert sich dabei schwerpunktmäßig am Lied. Immer kunstvoller wurde die Mehrstimmigkeit dann in der Renaissance (Poplyphonie), wobei langsam eine virtuose Musizierkultur begann: Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurden zunehmend einzelne Stimmen solistisch von Sängern oder Instrumentalisten hervorgehoben. Im 17. Jahrhundert verselbständigten sich diese Solostimmen dann schließlich und wurden immer unmittelbarer emotional: Die ausdruckssvolle Barockzeit hatte begonnen und erreichte in Dresden ihren ersten, unbestrittenen Höhepunkt mit Heinrich Schütz. Auch in der Orgelmusik spiegelt sich diese Entwicklung durch immer reicher verzierte Solostimmen wieder. Diesen Weg zeichnet unser Konzertprogramm nach; den roten Faden bilden dabei bekannte Liedmelodien, die immer wieder in kunstvolle mehrstimmige Sätze verwoben wurden.

Anschließend wird von Mitgliedern der Kirchgemeinde im Pfarrgarten voraussichtlich der Lehmbackofen angeheizt, kleine Flammkuchen gebacken und Getränke angeboten.

Änderungen im Ablauf sind nicht geplant aber vorbehalten.

Das Projekt wird dankenswerterweise gefördert durch das Stadtbezirksamt Klotzsche.

Wir bedenken uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitgliedern der Evangelisch-Lutherischen Christophoruskirchgemeinde Dresden-Wilschdorf-Rähnitz für die angenehme Zusammenarbeit.

VORBESTELLUNG: 0351 – 803 39 14 (BuchHandlung LeseZeichen).

Eintritt frei – um Spenden wird am Ausgang gebeten.

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